KiKG@- Arbeit zur PrEssenz@

Es ist etwa 25 Jahre her, dass mich die Teilnehmer meiner Seminare und Veranstaltungen immer häufiger danach fragten, wie denn der Name dieser Arbeit sei und woher sie komme. Für mich war es das Naheliegendste einfach den Namen aus dem zusammen zu setzen, was mich auf meinem Weg zu ihrer Entwicklung am meisten befruchtet hatte. So setzen sich also die Buchstaben dieser Herangehensweise aus drei Wörtern zusammen.

KiKG® = Ki-, Körper- und Gestaltarbeit

Die Begriffe Ki, Körper und Gestalt benennen die drei grundlegenden Aspekte dieser Arbeit.

  • Dem japanische Begriff „Ki” (chinesisch Chi) bin ich vor mehr als 35 Jahren als eine unmittelbaren Erfahrungsqualität in meiner Kampfkunstpraxis bei dem Kampfkünstler Hanns von Rollbeck begegnet. Es war das Kennenlernen einer Kraft, die mir bis zu diesem Zeitpunkt völlig fremd war.

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    Alles was ich vorher in vielen Jahren trainiert und gelernt hatte wurde durch eine entspannte Geste von ihm einfach weggewischt. Diese Erfahrung, dass mein hochgespanntes Tun und meine fixierte Handlung (Angriff) durch eine gelöste, ungerichtete und weite Präsenz einfach "zerbröselte", hat mich für immer verändert. Diese in der Regel neutrale „Ki- Präsenz“ ist auf gewisse Weise mit der gesammelten und absichtslosen phänomenologischen Haltung vergleichbar. Beide stellen einen außerordentlichen Zustand körperlich-geistiger Einheit dar. So wie ich es erlebe, entsteht allerdings erst durch eine hinzukommende wirkliche Zugewandtheit, also der Offenheit des Herzens eine besondere, weil öffnende Beziehungsqualität und Beziehungserfahrung. Diese erweitert und bereichert uns in alle Lebensbereiche hinein in einer einzigartigen Weise. Wir kommen dem Leben und der Liebe näher. Weniger lesen...

  • Der „Körper” steht als Hinweis dafür, wo die KiKG® - Arbeit zur PrEssenz primär ansetzt und welche grundlegende Bedeutung dieser im Erleben, Durchleben, Ausdruck und Umgang hat. Ohne unseren Körper gibt es keine neue Erfahrungen, aber gerade die Erfahrungen, welche uns unter die Haut gehen sind es, die uns verändern und wachsen lassen. Wenn es um die Aufdeckung unseres weitestgehend abgedeckten Potenzials geht, um die Entfaltung unseres Wesens und damit unserer wirklichen Möglichkeiten, müssen wir uns selbst näher kommen. Das gelingt nicht im Kopf, das will uns als Ganzes, dann muss es in einer gegenwärtigen Weise über und durch unseren Körper gehen. Dieser nimmt uns als Ganzes mit - geistig, seelisch und emotional.

  • „Gestalt” steht für den jedem Menschen innewohnenden Drang, sein Wesen in seiner ganz eigenen Weise auszu – „gestalten”, in die Welt zu bringen und dabei umfassend in Beziehung zu sein – zu sich selbst, zu den nahen und ferneren Menschen und dem was uns umgibt und durchdringt. Hier hat die Gestaltausbildung bei Professor Heinz Deuser für mich völlig neue Erfahrungs- und Erkenntnisräume eröffnet.